DIY-Naturkosmetik

Deocreme zum Selbermachen

Langanhaltende Frische – die Deocreme zum Selbermachen.

Wie im letzten Beitrag angekündigt, habe ich das Rezept für eine Deocreme von Annette Wallner, Kräuterexpertin aus Irschen, ausprobiert!

Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber ein passendes Deo zu finden war für mich nie leicht. Ich lege großen Wert auf biologische unbedenkliche Inhaltsstoffe und natürlich ist es mir wichtig, dass die Wirkung des Deos nicht frühzeitig nachlässt. Nun war ich gespannt darauf, selbst ein Deo herzustellen und das Ergebnis hat mich wirklich beeindruckt!

Die Deocreme hat einen angenehm unauffälligen Geruch und die Wirkung des Deos hält sehr lange an. Zugegeben, an die cremige Substanz musste ich mich etwas gewöhnen und beim Auftragen ist es gut, wenn man auf die Kleidung achtet, damit es keine Flecken gibt.

Die Sheabutter ist im Allgemeinen gut verträglich für die Haut und ein toller Konsistenzgeber. Kokosöl hat eine kühlende Wirkung auf der Haut und hinterlässt ein angenehm weiches Gefühl. Ich habe einen Lavendelkokosölauszug hergestellt. Lavendel beruhigt die Haut, was gerade bei rasierten Achseln Irritationen vorbeugen kann. Natron wirkt geruchshemmend und einige Tropfen ätherisches Öl geben eine angenehm milde Duftnote.

Und hier ist das Rezept:

4 EL getrocknete Lavendelblüten
100 g Sheabutter
90 g Natron (reines Natron, lebensmittelqualität)
20 g Biokokosöl
20 Tropfen ätherisches Öl: zum Beispiel Lavendel & Mandarine oder Salbei

So wird’s gemacht:

Ich habe zunächst getrocknete Lavendelblüten in Kokosöl angesetzt und die Masse 10 Tage ausziehen lassen. Du kannst stattdessen auch reines Kokosöl verwenden. Wenn du dich für den Lavendelauszug entscheidest, ist es wichtig, die Lavendelblüten gut mit Kokosöl zu bedecken und an einem warmen sonnengeschützten Ort 10–14 Tage ausziehen zu lassen. Danach kannst du das Öl filtern. Dazu eignet sich ein Leinentuch oder ein sehr feines Sieb.
Erwärme das Kokosöl und die Sheabutter im Wasserbad. Wenn beides geschmolzen ist, kannst du das Natron untermischen. Nach einigem Rühren sollte das Natron gut verteilt sein. Du kannst die Masse bereits von der Wärme nehmen und das ätherische Öl zugeben.

Ich habe verschiedene Duftvarianten ausgewählt. Eine Deocreme mit Lavendel und Mandarine wirkt sehr hautberuhigend, hat einen ganz sanften, aber doch frischen Duft. Ich habe auch eine Variante mit Salbei gewählt. Salbei verhindert die übermäßige Schweißproduktion und die Duftnote ist auch sehr angenehm. Anschließend kannst du die Masse in die dafür vorgesehenen Behälter abfüllen. Bitte achte darauf, dass die Gefäße gut gereinigt sind (zum Beispiel mit Alkohol), das erhöht die Haltbarkeit deiner Produkte.

Die fertigen Cremedeos kommen dann noch für einige Stunden in den Kühlschrank. Die Masse wird dadurch wieder fest und erhält so die cremige Substanz.

Tipp: Da sich das Natron gerne am Boden absetzt, versuche ich vor dem Auftragen des Deos auf die Achseln die Masse noch einmal umzurühren. Denn nur mit genügend Natron bekomme ich den gewünschten Deo-Effekt.

Was habt ihr für Erfahrungen mit (selbstgemachten) Deos gemacht?

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